Nachtrag zu dem Bericht vom 03. Mai 2006. – Ende Mai 2006 waren die Pflanzen am blühen und konnten als Pinguicula vulgaris (Gewöhnliches Fettkraut) bestimmt werden.
Asplenium (Phyllitis) scolopendrium (L.) Newm. Neufund für das südwestliche Saarland
Auf dem Blatt 6706 (Minutenfeld 415) Ludweiler im Völklinger Stadtteil Geislautern wurde die Hirschzunge Asplenium (Phyllitis) scolopendrium gefunden.
Der kleine, aber vitale und fertile Bestand siedelt in den Fugen eines mit Sandsteinen verkleideten Bahndurchlasses über der Straße Im Bruch.
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Ulf Heseler, St. Ingbert, hatte am 11.12.2005 im Bliestal südöstlich Habkirchen auf einem südexponierten Magerrasen ein Eigelege einer Gottesanbeterin gefunden. Dieser Fund fachte erneut die Diskussion an, ob die Mantis im Saarland überhaupt ein indigenes Faunenelement ist,
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Winfried Minninger, Reimsbach, meldet den Violetten Dingel, Limodorum abortivum, und das Brand-Knabenkraut, Orchis ustulata neu für den Wolferskopf.
Ende Juni 2006 gelang bei St. Ingbert ein Wiederfund von Eleocharis ovata (Roth) Roem. & Schult. Fundort ist ein seit Frühjahr 2005 unbespannter Weiher in einer breiten Talaue.
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Zwei neue Fundstellen von Lithospermum purpureo-caeruleum im saarländischen Niedgebiet
Während einer Begehung im Niedgebiet konnte der Autor an zwei bisher nicht bekannten Stellen den Blauroten Steinsamen nachweisen. Eine Fundstelle liegt im östlichen Teil des Prallhang der Niedschleife. Am Oberhang steht hier der Trochitenkalk oberflächlich an.
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Beherrschende Art am Fundort, einem wasserüberrieselten Sandboden-Pionierstandort ist ein dicht am Boden kriechender Bärlapp, der nach dem Fund zahlreicher Pflanzen mit Sporangienähren als Lycopodiella inundata identifiziert werden konnte.
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Zur Bestandssituation des Fransen-Enzians (Gentianella ciliata) in der Gemeinde Schmelz
Während der floristischen Raster-Kartierung der Gemeinde Schmelz Anfang der 80er Jahre konnte ich auf den warmen Vulkaniten im Bereich des Ortsteils „Außen“ auch den Fransen-Enzian an mehreren Stellen nachweisen (Atlas der Gefäßpflanzen von Schmelz).
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Bei einer Exkursion zur Kartierung der Gefäßpflanzen auf Blatt 6504 Perl konnte am 23.07.2005 ein größerer Bestand der Stumpfblütigen Binse (Juncus subnodulosus) beobachtet werden.
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Abermals brachte ein Kurzbesuch am 3. Juli 2005 auf dem Hofberg bei Reitscheid (6409/313) eine neue Art für das Saarland.
Diesmal ist es der Ährenhafer (Ventenata dubia).
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Seit Jahren fällt an einer Mauer in Wiebelskirchen (MF 6609/122) ein Chasmophytenvorkommen auf, dessen Pflanzen dem Gelben Lerchensporn (Pseudofumaria lutea (L.) Borkh.) gleichen, aber eine abweichende Blütenfarbe aufweisen.
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Lunaria rediviva – die Mondviole in der Guldenschlucht bei Einöd
Die Guldenschlucht bei Einöd bildet die Gemarkungsgrenze der Städte Homburg und Zweibrücken und damit auch die Landesgrenze zwischen dem Saarland und Rheinland-Pfalz. Die wildromantische Schlucht, tief eingeschnitten in den Buntsandstein, geprägt von geologischen und botanischen Besonderheiten, bietet Besuchern auf dem Weg durch die Schlucht ein beeindruckendes Naturerlebnis.
Anthemis austriaca L. , eine Invasion bleibt 20 Jahre unbemerkt
Beim Surfen im neuen „WebAtlas der Gefäßpflanzen des Saarlandes“ (Schneider & Sauer 2004) fiel mir auf, dass die Österreichische Hundskamille bisher lediglich in einem Minutenfeld (ca. 2 qkm) kartiert wurde.
Als Folge des Bergbaus und der Eisenverhüttung sind im Saarland im Verlauf des letzten Jahrhunderts zahlreiche große Halden mit Abraummaterial bzw. Schlacken entstanden, die für die meisten heimischen Arten nur schwer besiedelbare Sonderstandorte darstellen.
Im Saarland kann man drei verschiedene Arten der Gattung Tragopogon antreffen.
Während Arbeiten zur Erfassung der Vegetationstypen der Wälder in den saarländischen FFH-Gebieten gelang am 25. Mai 2005 der Nachweis des Platanenblättrigen Hahnenfußes auf dem Hellerberg bei Freisen.
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Weiterer Fund einer Roten Mordwanze Rhynocoris iracundus (PODA) im Saarland
Bei einem Besuch des Hofbergs bei Reitscheid im Nordsaarland gelang ein weiterer Fund der seltenen und wärmeliebenden Raubwanzenart
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Acker-Hahnenfuß (Ranunculus arvensis) in der Gemeinde Schmelz nach 20 Jahren wiedergefunden
Nach der von A. Staudt in der ersten Hälfte der 1980er Jahre durchgeführten floristischen Kartierung der Gemeinde Schmelz gab es fünf Fundstellen dieses selten gewordenen Ackerunkrauts westlich von Schmelz/Außen und eine in der Nähe des Aussiedlerhofes St. Antonius-Hof.
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Anlässlich der Freilandarbeiten zur Neufassung der Roten Liste Pflanzen haben mehrere Botaniker in den letzten Jahren nach dem Aufgeblasenen Fuchsschwanz in den Hülzweiler Wiesen gesucht und schließlich gelang im Jahr 2004 Jörg Morlo der Wiederfund an zwei Stellen des Gebietes.
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DELATTINIA-Mitglied Josef Opalla aus Ensheim fand bei einer Exkursion im Februar 2005 im Bereich der ehemaligen Stahlhütte in Saarbrücken-Burbach, dem heutigen Gewerbegebiet Saarterrassen (MF 6707/413), ein kleines Vorkommen des Schriftfarns.
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