Im NSG „Mittagsfels“ NW Niederalben, Kreis Kusel (6310/433), ein großer und sehr strukturreicher Andesit-Felskomplex am Abfall der Baumholderer Platte zum Glantal, gibt es eine kleine Kolonie des seltenen Felsen-Gelbsterns (Gagea saxatilis). Die Pflanzen wachsen auf exponierten Felssimsen gar nicht weit vom Pfad, der sich vom Friedhof aus bis ganz nach oben (und bis dahin muss man auch) durch das NSG schlängelt.
In einem Arkose-Steinbruch bei St. Wendel (6508/225) konnte im Herbst 2001, erstmals im Saarland und im Saar-Nahe-Bergland, das subozeanisch-submediterran verbreitete Laubmoos Didymodon glaucus nachgewiesen werden. Es besiedelt dort Vertikalflächen von basischen Arkose-Felsen und ist mit Gyroweisia tenuis und Tortula muralis vergesellschaftet.
An der Südflanke der Bergehalde Ensdorf blühen zahlreiche Exemplare des Dalmatiner Leinkrauts (Linarua dalmatica). Es handelt sich um eine imposante, bis 1 m hohe Pflanze, die offenbar bisher im Saarland noch nicht aufgetreten ist.
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Wer beim Anschauen dieses Fotos glaubt, nun präsentiert dieser Staudt schon Urlaubsschnappschüsse aus den Alpen, irrt:
Die Pflanze, offensichtlich Prunella grandiflora, blüht im NSG „Kalbenberg“ bei Ballweiler.
Fünf Anacamptis pyramidalis am Autobahnzubringer in Saarwellingen
Die Art kommt im Saarland üblicherweise nur in den Kalkgebieten vor. Gelegentlich, so wie hier beim Industriegebiet John/Saarwellingen, tauchen aber auch Einzelexemplare in den anderen Naturräumen auf, z.B. 1998 in den St. Arnualer Wiesen (leg. Weicherding & Biegi) oder 1996 auf Bergematerial in der Sinnerbachaue bei Landsweiler/Reden (leg. Kautenburger).
Unmittelbar nach dem Erstfund durch S. Caspari konnte Th. Schneider Sphaerocarpos texanus für Lothringen nachweisen:
504/131 Weinberg links der Mosel zwischen Contz-les-Bains und Haute-Contz.
Mit Sphaerocarpos texanus wurde erstmals ein Vertreter der systematisch isoliert stehenden Moosordnung Sphaerocarpales in unserer Region gefunden:
In einem W-exponierten Weinberg am Rand der rezenten Moselaue N Nennig (6404/313) wächst in einer (und nur in dieser) extensiv bewirtschafteten Rebparzelle ein Massenbestand dieses seltenen Mooses.
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An einem Brückengeländer und den Leitplanken der Landstraße zw. Hermeskeil u. Züsch (nur
in unmittelbarer Primsnähe) konnte ich zahlreiche Exemplare der Zwergspinne Troxochrus nasutus absammeln.
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Im Moment ist Dipsacus pilosus im Ufersaum der Prims besonders leicht zu beobachten. Die teilweise über 2 m hohen, vorjährigen Trockenstauden überragen deutlich die anderen Vegetationsreste vom Vorjahr, die nun langsam in sich zusammenfallen und den Frühjahrsgeophyten Platz machen. D. pilosus scheint da etwas robuster.