Allgemein 

Fund der Steinläuferwanze Leptopus marmoratus im Saarland

Anfang Dezember fand ich auf der erfolgreichen Suche nach der Kugelspinne Theridion hannoniae im Schmelzer Steinbruch „Großer Horst“ obige Wanzen, bei denen es sich offenbar um eine große Rarität handelt.
Wie mir der Wanzenexperte H. Kallenborn mitteilt, gibt es ein weiteres Vorkommen bei Idar-Oberstein (–>Foto von H. Günther); die genaue Fundlokalität wird jedoch geheim gehalten.

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Neue Funde der Büffelzirpe Stictocephala bisonia Kopp & Yonke, 1977 im Saarland

Am 20. August gelang F. Koch, Neunkirchen-Kohlhof der erste Nachweis der Art in diesem Jahr in der Bliesaue bei Niederbexbach (Rechtswert: 2592.091, Hochwert: 5466.369). Am darauffolgenden Tag klopfte A. Staudt ein Exemplar von Goldruten (Solidago canadensis) in der Würzbachaue bei Hassel (Rechtswert: 2585.127, Hochwert: 5458.520) und am 23. August beobachtete A. Staudt ca. 700 m flussabwärts von der Fundstelle bei Niederbexbach eine regelrechte „Büffelherde“

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Wimper-Perlgras (Melica ciliata) im Nordost-Saarland

Im Jahre 1999 beobachtete ich vom Zug aus ein kleines Vorkommen des Wimper-Perlgrases (Melica ciliata) am östlichen, westexponierten Melaphyrfelsen des Bahn-Einschnittes südlich des Haltepunktes Walhausen (6408/233).
Eine gezielte, recht halsbrecherische Nachsuche inklusive Klettern durch optimal entwickelte mitteleuropäische Macchie (Prunus spinosa…) und in den immer steiler werdenden Einschnitt bestätigte das Vorkommen. Theoretisch hätte es sich ja auch um die Nachbarart Melica transsilvanica (Siebenbürgisches Perlgras) handeln können,

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Kleiner Beitrag zur Bestandssituation der Frühen Nelkenschmiele (Aira praecox) in den Sandgebieten von Hüttersdorf, Honzrath/Hellwies und Besseringen

n den 80iger Jahren gab es auf den Sandflächen des Galgenbergs westl. Hüttersdorf gut ausgebildete Sandrasen mit Aira caryophyllea, Ornithopus perpusillus, Teesdalia nudicaulis und sogar Silbergras (Corynephorus canescens). Die eigentliche Kostbarkeit war jedoch der riesige Bestand (ca. 25 Ar) an Früher Nelkenschmiele (Aira praecox), von der damals nur eine Handvoll Fundorte im Saarland bekannt waren. Die Heuschreckenfauna war vertreten mit Feldgrille (Gryllus campestris) und Verkanntem Grashüpfer (Chorthippus mollis).

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Epilobium dodonaei und Crepis foetida haben den Andesit-Steinbruch „Höchsten“ bei Lebach/Steinbach erreicht.

Der Vulkanitsteinbruch Höchsten zwischen Gresaubach und Steinbach war immer schon floristisch artenärmer ausgestattet als der ca. 5,4 km weiter westlich gelegene Steinbruch am Großen Horst bei Schmelz/Michelbach. Besonders auffallend war aber bisher immer das Fehlen der im Michelbacher Steinbruch so auffälligen Arten Epilobium dodonaei und Crepis foetida, die dort schon seit über 25 Jahren beständige Vorkommen besitzen.

Abb. 1: Epilobium dodonaei.

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Massenbestand von Ranunculus sardous an der Ziegelei/Nalbach

Der Sardische Hahnenfuß (Ranunculus sardous) besitzt aktuell im Saarland nur ein größeres Vorkommen auf der Primsterrasse zwischen dem Litermont-Rücken und der Ortschaft Nalbach. Dort fristet er ein eher tristes Dasein als Ackerunkraut entlang der Ackerränder von intensiv genutzten Ackerschlägen. Nur wo durch übermäßige Staunässe, und die ist auf den Lehmen dort durchaus nicht selten, die Frucht nicht keimt, bildet er sofort kleine, etwas flächige Bestände aus. Dies zeigt bereits deutlich den Pioniercharakter dieser Pflanzenart.

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Ajuga genevensis am Hofberg

Der Genfer Günsel (Ajuga genevensis) (Abb. 1 & 2) wurde am Hofberg bei Reitscheid (6409/3) erstmals nach Pflegemaßnahmen im Jahre 2002 festgestellt (vgl. News-Beitrag 2002).
Bei einer Kontrolle des Vorkommens am 24.5.2004 wurden 148 Blühsprosse gezählt. Es ist immer noch auf den Bereich der Pflegemaßnahme beschränkt, hat sich aber deutlich positiv entwickelt.

Abb. 1: Habitus von Ajuga genevensis.

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Der Behaarte Arznei-Thymian (Thymus pulegioides subsp. carniolicus = Th. froelichianus) am Hofberg, neu für das Saarland

Thymiane gelten als schwer bestimmbar, der Behaarte Arznei-Thymian (Abb. 1) macht da aber eine Ausnahme. Alle oberirdischen Pflanzenteile sind lang abstehend behaart (Abb. 2), so dass das Taxon auch in nichtblühendem Zustand gut ansprechbar ist (Abb. 3).

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Die Bergzikade (Cicadetta montana) in diesem Jahr ungewöhnlich häufig in der Badstube bei Blieskastel/Mimbach

Immer schon wurden in der Mimbacher Badstube Singzikaden beobachtet. In diesem Jahr scheinen sie allerdings dort ungewöhnlich häufig zu sein. Am 21.5. sah ich 4 frisch geschlüpfte (noch unausgefärbte) Tiere, 2 Erwachsene und über 100 Exuvien. Teilweise hingen 10 – 15 Exuvien auf 1 m² an den Pflanzen. Wohlgemerkt: Ich habe nichtgezielt gesucht, alles waren nur Zufallsbeobachtungen. Die tatsächliche Anzahl muss bei weit über 1000 Tieren liegen. Aloys Staudt beschäftigt sich mit dieser interessanten Gruppe.

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