AK Gefäßpflanzen 

Das Vorkommen von Asplenium ceterach im östlichen Teil der ehemaligen Weinbaudomäne Serrig

Die ehemalige Staatliche Weinbaudomäne Serrig umfasste mit 32 ha weite Teile des nach Süden abfallenden Hanges zum Serriger Bachtal. Weinbau wurde hier von 1904 bis in die späten Achtziger Jahre betrieben und war – was Technik, Anbau und Vinifizierung anbelangt – vorbildhaft.

Königsfarne am Wasserfels bei Kirkel – uralte Vorkommen noch immer aktuell präsent

Vorkommen des Königsfarns, Osmunda regalis L., am oder im Gebiet des Wasserfelsens bei Kirkel, Saarpfalzkreis, waren schon Hieronymus Bock bekannt, der sich dazu in seinem „Kreütterbuch“ äußert (Bock 1577, Nachdruck 1964, Seite 194, Erstausgabe 1539, letzte Ausgabe 1630: „Diese Farnstengel werden nit braun / bleiben grün / würt selten gefunden. Im Waßgaw / gegen dem Berghauß Circul / findet man den selben grossen Farn in den hohen Wäldern.

Neues von den Königsfarnen (Osmunda regalis) im Rotenbachquellgebiet und im Schuster-Hannes-Bruch NE Bergen

Während am 09.06.2020 im gegen Wildverbiss eingezäunten Bereich am Rotenbach 5 Königsfarnstöcke mit zusammen 14 Wedeln gezählt worden waren, dazu 1 fertiler Wedel, wurden hier am 14.07.2022 6 Königsfarnstöcke mit 10 Wedeln beobachtet, auch wieder 1 fertil. Der Besatz hat sich also kaum verändert.

Die Weiße Pestwurz – Petasites albus (L.) Gaertn. – im Saarland

Die Weiße Pestwurz wird im Saarland schon seit mehr als 50 Jahren nur an einer Stelle im Ommerstalwald NW Heckendalheim im Minutenfeld 6708/412 beobachtet. Die Art wird von Schultz (1846) noch nicht erwähnt. Sauer (1993) schreibt dazu: „Nur in wenigen Exemplaren in einem Seitental des Woogbachtales bei Ensheim in einer Meereshöhe von nur 280 m. Völlig isoliert von den nächsten Fundstellen in der Schneifel oder den N-Vogesen. Ob verschleppt oder wie andere seltene Arten von Ruppert in den 20er Jahren angesalbt?

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Kleines Vorkommen des Nepal-Knöterichs, Persicaria nepalensis (MEISN.) H. GROSS im Waldgebiet südlich Hermeskeil

Am 01.10.2021 bemerkte ich auf einem feuchten bis nassen, selten genutzten Waldweg (parallel zur L151) südlich Hermeskeil einige mickrige Pflänzchen eines Knöterichgewächses mit kopfigen, hell-violetten Blüten. Bald waren auch normal entwickelte Pflanzen gefunden, die bis 40 cm hoch wurden. Sie ähnelten etwas Buchweizen, aber es gab auch markante Unterschiede, so daß ich einige Fotos mit den auffälligsten Merkmalen anfertigte. An Hand dieser Fotos war die Artidentität schnell geklärt. Ich hatte den Nepal-Knöterich, Persicaria nepalensis,

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Festuca heteropachys im Saarland

Zu den Schafschwingeln zählt diese Pflanze und die stellen eine der schwierigsten Artengruppen der Blütenpflanzen dar. Mit seinen stark behaarten Blattscheiden und den dicken Blättern bietet dieser für das Saarland neue Derbe Schafschwingel aber durchaus Erkennungsmerkmale an.

Bei den Schafschwingeln sollte man aber mikroskopieren. Der Blattquerschnitt zeigt einen geschlossenen Sklerenchymring, was die Art eher in die Nähe von Festuca guestfalica stellt als zur habituell ähnlichen F. brevipila (unterbrochener Sklerenchymring).

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Geranium rotundifolium auf der Bergehalde der Grube Maybach

Pýrola rotundifólia (L.) und Pýrola mínor (L.) zwei Pioniere in der Bergbaufolgelandschaft des Saarlandes

Da das Bergematerial der Grube Ensdorf heute per LKW auf die Halden der Grube Maybach verbracht wird, habe ich nachgeprüft, ob Linaria dalmatica (s.u.) sich auch dort bereits etablieren konnte: jedoch Fehlanzeige.

Dort gibt es aber eine andere bemerkenswerte Art: Geranium rotundifolium, die mir sonst nur aus den rheinland-pfälzischen Weinbaugebieten bekannt ist.

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Neues zur Bestandssituation des Königsfarns (Osmuna regalis) im Rotenbachquellgebiet und Schuster-Hannes-Bruch bei Bergen

1. Oberes Rotenbachtal NE Bergen, Kreis Merzig-Wadern

Königsfarne kommen im saarländischen Teil des Oberen Rotenbachtals schon seit Jahrzehnten vor. Uns sind dort einige Stöcke bei einer Exkursion am 27.07.2015 erstmals bekannt geworden.
Am 09.06.2020 war Verf. im inzwischen zum Schutz vor Wildverbiss eingezäunten Königsfarn-Bereich und hat hier 5 Farnstöcke mit 14 Wedeln (bei Farnen bezeichnet man als „Wedel“ die meist großen, oft gefiederten Blätter) gezählt. Das sind zwar weniger als in den letzten Jahren,

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Die Ausdauernde Ochsenzunge (Pentaglottis sempervirens) in Braunshausen

Am Sonntag, den 26.05.2019, fiel mir an einem geschotterten Parkplatz bei Braunshausen ein auffällig blauer Blütensaum, gut  90 m lang und 2-3 m breit, auf.  Ich hielt an, um mir die Sache näher an zu sehen. Offensichtlich handelte es sich um eine Boraginaceae, aber keine Art , die ich kannte. Also machte ich einige Fotos. Bei der Internet-Recherche später zu Hause stellte sich heraus, dass es sich um Pentaglottis sempervirens,

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Bestandssituation des Königsfarns (Osmuna regalis) im Rotenbachquellgebiet und Schuster-Hannes-Bruch bei Bergen

Wir waren am 19.07.2018 wieder bei den Königsfarnen im Oberen Rotenbachtal und im Schuster-Hannes-Bruch.
Auch in diesem Jahr hat sich der Bestand höchst erfreulich entwickelt!
Im Oberen Rotenbachtal, im eingezäunten Bereich, fanden wir einen Stock mehr als 2017, also 8 Stöcke mit insgesamt 23 Wedeln, die meisten noch jung und deshalb sehr klein. An den beiden kräftigsten Stöcken sind die Wedel bis zu 90 cm hoch und 3 davon fertil, 2017 hatten wir hier keine fertilen Wedel beobachtet!

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