Das Vorkommen von Asplenium ceterach im östlichen Teil der ehemaligen Weinbaudomäne Serrig
Die ehemalige Staatliche Weinbaudomäne Serrig umfasste mit 32 ha weite Teile des nach Süden abfallenden Hanges zum Serriger Bachtal. Weinbau wurde hier von 1904 bis in die späten Achtziger Jahre betrieben und war – was Technik, Anbau und Vinifizierung anbelangt – vorbildhaft.
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Manna-Zikade (Cicada orni) in Saarbrücken
Anfang Juli 2023 wurde M. Schichtel, Dudweiler, auf mediterrane Zikadengesänge aufmerksam, die entlang der Dudweiler Landstraße an zwei getrennt liegenden Stellen (Ortseingang Jägersfreude, 49.258033N 7.002791E und Ortseingang Saarbrücken – Güterbahnhof, 49.251197N 7.005440E) zu hören waren.
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Vereinsgeschichte
Die Delattinia wurde 1968 auf Initiative von Prof. Dr. Gustaf de Lattin gegründet. Prof. de Lattin, nach dessen Namen sich die Arbeitsgemeinschaft ab 1981 benannt hat, war von 1960 bis 1968 Ordinarius für Zoologie an der Universität Saarbrücken. Sein Arbeitsschwerpunkt war die Tiergeographie.
Zu den Gründungsmitgliedern gehörten neben Prof. de Lattin:
Dr. Rupprecht Bender
Ernst-Ludwig Braun
Walter Diehl
Ernst Graupner
Dr.
Königsfarne am Wasserfels bei Kirkel – uralte Vorkommen noch immer aktuell präsent
Vorkommen des Königsfarns, Osmunda regalis L., am oder im Gebiet des Wasserfelsens bei Kirkel, Saarpfalzkreis, waren schon Hieronymus Bock bekannt, der sich dazu in seinem „Kreütterbuch“ äußert (Bock 1577, Nachdruck 1964, Seite 194, Erstausgabe 1539, letzte Ausgabe 1630: „Diese Farnstengel werden nit braun / bleiben grün / würt selten gefunden. Im Waßgaw / gegen dem Berghauß Circul / findet man den selben grossen Farn in den hohen Wäldern.
Neues von den Königsfarnen (Osmunda regalis) im Rotenbachquellgebiet und im Schuster-Hannes-Bruch NE Bergen
Während am 09.06.2020 im gegen Wildverbiss eingezäunten Bereich am Rotenbach 5 Königsfarnstöcke mit zusammen 14 Wedeln gezählt worden waren, dazu 1 fertiler Wedel, wurden hier am 14.07.2022 6 Königsfarnstöcke mit 10 Wedeln beobachtet, auch wieder 1 fertil. Der Besatz hat sich also kaum verändert.
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Die Weiße Pestwurz – Petasites albus (L.) Gaertn. – im Saarland
Die Weiße Pestwurz wird im Saarland schon seit mehr als 50 Jahren nur an einer Stelle im Ommerstalwald NW Heckendalheim im Minutenfeld 6708/412 beobachtet. Die Art wird von Schultz (1846) noch nicht erwähnt. Sauer (1993) schreibt dazu: „Nur in wenigen Exemplaren in einem Seitental des Woogbachtales bei Ensheim in einer Meereshöhe von nur 280 m. Völlig isoliert von den nächsten Fundstellen in der Schneifel oder den N-Vogesen. Ob verschleppt oder wie andere seltene Arten von Ruppert in den 20er Jahren angesalbt?
Flechten-Exkursionen 2020 und 2021 im Rahmen der Saarländischen Akademie für Artenkenntnis
Im Rahmen der SAKA (Saarländische Akademie der Artenkenntnis) sind bisher drei Exkursionen durchgeführt worden. Die erste 2020 diente der Evaluation. Die ersten beiden Exkursionen führten in die direkte Umgebung des Veranstaltungsortes, die erste nordwestlich, die zweite südöstlich des Gebäudes. Sie waren Bestandteil des jeweiligen Anfänger-Kurse. Ziel der dritten Exkursion war ein ehemaliger Absatzweiher einer Grube im Saarkohlewald. Dort hat Erwin Breit, Teilnehmer am ersten Flechtenkurs, eine seltsame Becherflechte gefunden. Punktgenau erschien in der Publikation von Mies et al. (2021: 30) eine Abbildung genau dieser Flechte,
Schlingnatter-Albino bei Bischmisheim
Viele Jahre beobachte ich Reptilien.
So auch Coronella austriaca, die Schlingnatter, im Wichbachtal bei Bischmisheim. Unter ausgelegten künstlichen Verstecken befand sich bei der Kontrolle ein überaus helles Exemplar darunter. Solch eine Farbvariante hatte ich noch niemals gesehen. Bei Recherchen im Internet stieß ich auf den Link. Fund einer partiellen albinistischen Schlingnatter am Magdalensberg in Kärnten 1990. Ein Gymnasiast machte beim Spaziergang diese seltene Entdeckung. Ein partieller Albinismus, das bedeutet, dass diesem Reptil gewisse Farbpigmente durch eine angeborene genetische Missbildung,
Kleines Vorkommen des Nepal-Knöterichs, Persicaria nepalensis (MEISN.) H. GROSS im Waldgebiet südlich Hermeskeil
Am 01.10.2021 bemerkte ich auf einem feuchten bis nassen, selten genutzten Waldweg (parallel zur L151) südlich Hermeskeil einige mickrige Pflänzchen eines Knöterichgewächses mit kopfigen, hell-violetten Blüten. Bald waren auch normal entwickelte Pflanzen gefunden, die bis 40 cm hoch wurden. Sie ähnelten etwas Buchweizen, aber es gab auch markante Unterschiede, so daß ich einige Fotos mit den auffälligsten Merkmalen anfertigte. An Hand dieser Fotos war die Artidentität schnell geklärt. Ich hatte den Nepal-Knöterich, Persicaria nepalensis,