Allgemein 

Fund des Roten Waldvögleins Cephalanthera rubra an der Hetschermühle

Im Saarland waren im Verlaufe des letzten Jahrhunderts aus ca. 17 Minutenfeldern (ca. 1×2 km große Rasterflächen) Funde dieser hübschen Orchideenart bekannt geworden. Intensive Nachsuchen durch mehrere Botaniker und Naturfreunde an den bekannten alten Fundstellen im Moselgau, im Niedgau und am Wolferskopf, sowie in den südöstlichen Muschelkalkgebieten des Saarlandes sind in den vergangenen Jahren jedoch erfolglos geblieben, so dass die Art aktuell als verschollen galt.

Ende Mai entdeckten nun Wanderer im Bereich der Hetschermühle bei Eimersdorf drei Exemplare des Roten Waldvögleins an einem wenig genutzten Waldweg.

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Fund einer weiteren Rarität in der Piesbacher Sandgrube: Osmunda regalis, der Königsfarn

Am 15. Mai 2007 wollte sich S. Maas in der alten Piesbacher Sandgrube den Fortgang der dortigen Biotoppflegemaßnahmen durch die Gemeinde Nalbach ansehen und machte dabei erneut einen sensationellen Fund.

Diesmal sind es 2 Exemplare des Königsfarns Osmunda regalis.

Es drängt sich die Frage auf, ob eine solche Häufung von echten Raritäten an einem, wenn auch zugegebenermaßen gut passenden Standort, weit abseits der heutigen Verbreitungsgebiete dieser Arten im Saarland,

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Nachtrag zu: Wiederfunde verschollen geglaubter Arten im mittleren Saarland vom Mai 2006 Drosera rotundifolia, Lycopodiella inundata und Neufund von Pinguicula sp. für das Saargebiet

Nachtrag zu dem Bericht vom 03. Mai 2006. – Ende Mai 2006 waren die Pflanzen am blühen und konnten als Pinguicula vulgaris (Gewöhnliches Fettkraut) bestimmt werden.

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Asplenium (Phyllitis) scolopendrium (L.) Newm. Neufund für das südwestliche Saarland

Auf dem Blatt 6706 (Minutenfeld 415) Ludweiler im Völklinger Stadtteil Geislautern wurde die Hirschzunge Asplenium (Phyllitis) scolopendrium gefunden.

Der kleine, aber vitale und fertile Bestand siedelt in den Fugen eines mit Sandsteinen verkleideten Bahndurchlasses über der Straße Im Bruch. Er beschränkt sich auf die nordwest-exponierte Seite, die zudem durch die vorgemauerte Abböschung vor Sonneneinstrahlung geschützt ist (siehe Übersichtsabbildung). Im daneben sowie davor und dahinter fließenden Eberbach, dessen Bachbett in diesem Bereich ebenfalls senkrecht abgemauert ist,

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Dorda, Kühne, Wild [Hrsg.]: „Der Bliesgau – Natur und Landschaft im südöstlichen Saarland“ beim Institut für Landeskunde im Saarland e.V. erschienen

Der reich bebilderte Sammelband enthält zahlreiche Beiträge zur Region Bliesgau, die nahezu jeden Aspekt dieser alten Kulturlandschaft behandeln. ISBN 3-923877-42-0 (–Presseinformation)

Inhaltsverzeichnis:

Volker Wild: Die Blies – sie gibt der Region ihren Namen

Bettina Barth, Joachim Gerstner &
Juan Manuel Wagner: Die Region Bliesgau – Erdgeschichte, Naturräume und charakteristische Raummerkmale im Überblick

Olaf Kühne: Das Klima im Bliesgau

Dieter Dorda: Die Wälder im Bliesgau

Andreas Bettinger: Die Vegetation des Offenlandes und der Gewässer im Bliesgau

Dieter Dorda: Die Tierwelt im Bliesgau

Christof Kinsinger: Die Fließgewässer im Bliesgau

Jochen Kubiniok: Die Böden im südlichen Teil der Region Bliesgau und in angrenzenden lothringischen Gebieten

Heinz Quasten: Die Siedlungsentwicklung in der Region Bliesgau

Reinhard Guth: Die Landwirtschaft im Bliegau

Harry Lavall: Der Streuobstbau im Bliesgau –

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Mantis religiosa im Bliesgau bestätigt

Ulf Heseler, St. Ingbert, hatte am 11.12.2005 im Bliestal südöstlich Habkirchen auf einem südexponierten Magerrasen ein Eigelege einer Gottesanbeterin gefunden. Dieser Fund fachte erneut die Diskussion an, ob die Mantis im Saarland überhaupt ein indigenes Faunenelement ist, oder ob es sich bei den Mantis-Funden jeweils um ausgesetzte Exemplare gehandelt hat. Erste Zusammenstellungen der Beobachtungen aus unserem Raum finden sich bei Hoffmann (1966) und Dorda (1998). Die Gottesanbeterin wurde auf den Trockenrasen des westlichen Saarlandes seit Paul Haffners Zeiten immer wieder mal gesichtet.

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Wiederfund von Eleocharis ovata im Saarland

Ende Juni 2006 gelang bei St. Ingbert ein Wiederfund von Eleocharis ovata (Roth) Roem. & Schult. Fundort ist ein seit Frühjahr 2005 unbespannter Weiher in einer breiten Talaue. Eine Zählung ergab 124 Horste die einzelnen bis in Gruppen vorkommen.

Die Eiförmige Sumpfbinse ist Charakterart des Elatino-Eleocharitenion ovatae, eines Unterverbandes der Zwergbinsen-Gesellschaften (Isoëto-Nanojuncetea). Am Fundort stehen die Horste in einem Dominanzbestand von Juncus bulbosus ssp.

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Zwei neue Fundstellen von Lithospermum purpureo-caeruleum im saarländischen Niedgebiet

Während einer Begehung im Niedgebiet konnte der Autor an zwei bisher nicht bekannten Stellen den Blauroten Steinsamen nachweisen. Eine Fundstelle liegt im östlichen Teil des Prallhang der Niedschleife. Am Oberhang steht hier der Trochitenkalk oberflächlich an. Über den flachgründigen Rendzinen stockt ein gut ausgeprägter Orchideen-Buchenwald, in dem am 10. Mai über 300 Orchis purpurea in Vollblüte waren. An einer lichten Stelle (Foto unten) fanden sich auch einige Triebe von Lithospermum p.-c.

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Wiederfunde verschollen geglaubter Arten im mittleren Saarland: Drosera rotundifolia, Lycopodiella inundata und Neufund von Pinguicula sp. für das Saargebiet

Beherrschende Art am Fundort, einem wasserüberrieselten Sandboden-Pionierstandort ist ein dicht am Boden kriechender Bärlapp, der nach dem Fund zahlreicher Pflanzen mit Sporangienähren als Lycopodiella inundata identifiziert werden konnte. Der Gesamtbestand dürfte 15-20 Ar groß sein. Für einige Verwirrung sorgte das gleichzeitige Vorkommen des Keulen-Bärlapps, Lycopodium clavatum, der im Detail betrachtet jedoch etwas trockenere Stellen bevorzugt.

Foto: Drosera Standort
Foto: typische Wuchsform von Lycopodiella inundata
Foto: typische Wuchsform von Lycopodium clavatum

Bei der Entdeckung des Standorts Anfang April 2006 fielen beiden Autoren (unabhängig voneinander) an einem kleinen Gerinne kleine Pflänzchen bzw.

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