Die im Saarland häufige Campanula rapunculus blühte zu diesem Zeitpunkt in der Region noch nicht. Am 24.05.03 (Beginn der Blüte von C. rapunculus) habe ich den Bestand nochmals besucht und immer noch blühend vorgefunden.
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Nordstedts Löwenzahn (Taraxacum nordstedtii Dahlst.) gehört zur Sektion Celtica (Moor-Löwenzähne) und ist gekennzeichnet durch eine anliegende, dunkelgrüne, berandete Außenhülle, weitgehend einfach gesägte Blätter, kleine Blütenköpfe und meist bogig aufsteigende oder auch niederliegende Schäfte.
Der Teufel Phymata crassipes (FABR.) auch in Lothringen (Nom français: Punaise-guitare).
Am 01. Mai 2003 ist mir der Teufel schon wieder begegnet. Diesmal am „Le Koppenackberg“ bei Montenach.
Im Jahre 1999 beobachtete Andreas Werno, Nunkirchen, erstmals einen kleinen Bestand (ca. 30-60 Exemplare verteilt auf 3 Stellen) dieser seltenen Ragwurzart im NSG „Badstube“ bei Mimbach.
Auch in diesem Jahr, am 21. April 2003, blühen ca. 20 Exemplare.
Eine Meldung der Höhlenkreuzspinne Meta menardi aus dem Saarland.
Am 13. Februar 2003 erreichte mich eine Meldung (mit Bildnachweis) der Höhlenkreuzspinne Meta menardi aus dem Saarland.
Die wärmeliebende Mauereidechse (Podarcis muralis) ist ja im Saarland und im angrenzenden Rheinland-Pfalz nichts Aufsehen Erregendes. Aber sie hat hier ihren deutschen Verbreitungsschwerpunkt und erreicht jenseits unseres Raumes bald ihre nordöstliche Arelgrenze.
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An der B 41 zwischen dem Neunkirchener Kreisel und der Bahn-Hochbrücke Richtung Sinnerthal (6608/235) fällt dem vorbeifahrenden Botaniker an einer neuangelegten, südexponierten Böschung ein Massenbestand eines weißblühenden Doldengewächses auf, die auf den ersten Blick (im Vorbeifahren!) wie Daucus carota wirkt, deren Blütezeit aber einige Wochen früher ist. Sammeln und Nachbestimmen ergab Pimpinella peregrina.
Der Forst hat mit Freistellungsarbeiten im FFH-Gebiet Hofberg bei Reitscheid begonnen. An der südlichen Trockenrasenfläche (6409/313), unter anderem durch das wohl letzte (und derzeit verschollene) saarländische Vorkommen des Dunklen Puzzlefalters (Pyrgus serratulae) bedeutend, tauchte jetzt in wenigen Exemplaren der Genfer Günsel (Ajuga genevensis) auf, der zuvor hier nicht beobachtet wurde.
Im FFH-Gebiet am Unterlauf des Hölzbaches zwischen Niederlosheim und Münchweiler (6406/433) wächst in wenigen Exemplaren in einem Wiesengraben der Efeublättrige Hahnenfuß (Ranunculus hederaceus).
Diese kleinblütige und wenig auffallende Wasserpflanze ist atlantisch verbreitet und erreicht im Saarland die Ostgrenze des Areals.
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Hart an der Grenze des NSG „Primsaue und Hangwald Überlosheim“ S Büschfeld kommt ein Bestand des Gestreiften Klees (Trifolium striatum) vor, wie eine Begehung am 10.8.2002 ergab.
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In einem Rapsfeld am Hammelsberg bei Perl, nur wenige Meter von der Grenze entfernt, entdeckte ich nebenstehende Distel, die ich nach HEGI zu Carduus pycnocephalus bestimmen konnte.
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Am Hammelsberg konnten 2002 weitere Sommerwurzarten beobachtet werden: Orobanche purpurea (Purpur-Sommerwurz), O. teucrii (Gamander-Sommerwurz) und O. caryophyllacea (Nelken-Sommerwurz).
Rudi Reiter’s Meldung von Ragwurzen außerhalb des Muschelkalks erinnerte mich an eine Bienen-Ragwurz-Angabe in einem naturschutzfachlichen Gutachten (Pflege- und Entwicklungsplan) zum Sandgrubengelände nördlich Diefflen, das vom Planungsbüro AGL erstellt wurde.
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In einer Sandgrube am Gischberg zwischen Schmelz und Düppenweiler (Naturraum Prims-Hochland, nicht im Muschelkalk!) blühen derzeit 40 Bienen-Ragwurze. Die Sandgrube in den Waderner Schichten wurde Anfang der 80er Jahre verfüllt und der Sukzession überlassen.
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Kleewürger (Orobanche minor) wieder im Saarland aufgetaucht!
Auf einer mehrjährigen Ackerbrache mit dominantem Löwenzahn und Klee (Taraxacum officinale, Trifolium repens) im NSG „Hammelsberg“ bei Perl entdeckten wir heute einen sehr ansehnlichen Bestand (>1000 Ex.) der Orobanche minor (Kleine Sommerwurz, mancherorts auch Kleewürger genannt).
Die Kartierung thermophiler Spinnenarten führte mich in diesem Jahr auch nach Perl. Gegen 14.00 Uhr vernahm ich aus einem Gebüsch einen langandauernden, sehr leisen und eintönigen Gesang an der Hörgrenze.
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Noch bei jeder Führung in den vergangenen Jahren zu den mageren, submontanen Naß- und Trockenwiesen bei Buweiler konnte ich die Pflanze auf dem Foto vorführen. So auch in diesem Jahr.
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Diesmal war es auf einem kleinen Trockenrasen oberhalb des Sportplatzes von Saarfels, Rechtswert: 2548.932, Hochwert: 5473.648.
Die erste Begegnung mit dieser Gespensterwanze – Phymata crassipes (Fabricius) hatte ich voriges Jahr bei Nittel an der Mosel (30.06.01, R: 2532.66, H: 5502.40).
In einer meiner Barberfallen auf einem Trockenrasen vom Brachypodium-Typ fing sich Anfang Mai ein seltener Laufkäfer, der Mondfleck Callistus lunatus.
Auwald im Bereich der Mündung des Losheimer Baches in die Prims (bei Überlosheim)
Sehr luftfeuchter Hangwald mit großen Beständen des Schildfarns (Polystichum aculeatum). Im Bild ist der prächtige Farn noch in seiner typischen Wintertracht mit schlaff herunterhängenden wintergrünen Wedeln zu sehen.