Über das isolierte Auftreten des seltenen Lebermooses Sphaerocarpus texanus an der saarländischen und lothringischen Obermosel wurde 2001 in den Delattinia-News berichtet (Beitrag).
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Die Tapezierspinnen am Kreuzberg bei Bliesmengen-Bolchen gehören zur Art Atypus piceus!
Am 11. Mai 2003 entdeckte B. Dennemärker auf den Trockenhängen des Kreuzbergs einen Atypus-Schlauch den wir damals nicht mehr, wie bisher im Saarland gehandhabt, der Art Atypus piceus zuordnen wollten,
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Die Hunsrück-Vorkommen der Gelben Narzisse (Narcissus pseudonarcissus) erstrecken sich auch bis ins Saarland. Erhard Sauer deutete die festgestellten Vorkommen in den Auewiesen von Nahe und Prims in seinem Gefäßpflanzenatlas (1993) als unbeständig.
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Auch im Saarland werden seit einigen Jahren
eingebürgerte Vorkommen dieses bereits im zeitigen
Februar blühenden Krokus beobachtet. Sie finden sich in
schwach beschattem, frischem, +/- nährstoffreichen
Grünland vor allem alter Obstgärten und Parks.
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Erstfund des Bewimperten Sternlebermoos Riccia ciliata im Saarland
Der Hofberg (NW Reitscheid, 6409/313) ist – was wenig bekannt ist – eines unserer anerkannten Natura 2000-Gebiete. Er wurde als Vogelschutzgebiet (und als FFH-Gebiet) gemeldet; die Anerkennung als SPA (special protected area, so heißen die Vogelschutzgebiete in EU-Deutsch) erfolgte im Jahre 2001.
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Asclepias syriaca Linnaeus 1753, seit 3 Jahren in Altforweiler (Häsfeld)
Im Jahr 2000 fiel mir am Straßenrand, Einmündung der Industriestrasse in die L167 am Ostrand von Altforweiler, eine hohe Staude mit Ficus-artigen Blättern auf. Zur Blüte gekommen war angesichts der typischen Blütenform sofort klar, dass es sich um ein Seidenpflanzengewächs (Asclepiadaceae) handeln musste.
Im Jahre 1999 gelang der Erstfund der im westeuropäischen Küstengebiet weit verbreiteten Art für das mitteleuropäische tiefe Binnenland: Hunsrück: 6308/122 Schwarzwälder Hochwald, an Buche am NW-Hang des Sandkopfes WNW Muhl, 708 msm, S. Caspari 1999, Erstfund Rheinland-Pfalz.
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An der Nordwestflanke der Bergehalde Maybach befindet sich derzeit eine etwa halbjährige, artenarme Unkrautflur aus unzähligen Jungpflanzen von Chenopodium ficifolium und darunter (im Vergleich eher selten, ca. 1 Ex. pro 1 Ar) Einzelexemplare einer Pflanze mit ganz merkwürdig kriechenden, und auffällig rot überlaufenen Trieben.
Blüte des Deutschen Enzians, Gentianella germanica, am Hammelsberg bei Apach.
Die Fundstelle am Hammelsberg ist altbekannt. Insgesamt gibt Sauer (1993) die Art für 8-10 Minutenfelder des Saarlandes an. Ob diese Fundstellen alle noch rezent sind, ist zu bezweifeln. Mir jedenfalls sind in 30 Jahren floristisch-faunistischer Forschung keine weiteren Vorkommen bekannt geworden.
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Das Jahr 2003 war für sehr viele Schmetterlingsarten aussergewöhnlich. Man kann nicht sagen, pauschal gut oder schlecht, dazu haben die Arten viel zu unterschiedlich auf die extremen Witterungseinflüsse reagiert. Es waren aber bei sehr vielen Arten neue Phänologierekorde zu verzeichnen und die Generationenzahl lag bei zahlreichen Arten höher als sonst.
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Massenbestand von Epilobium brachycarpum C. Presl auf der Bergehalde der Grube Maybach
Bereits 2001 war mir an der nördlichen Flanke der Bergehalde ein „merkwürdig aussehendes“ Weidenröschen-Exemplar aufgefallen. Ich hatte bei diesem Besuch jedoch keine Zeit und Gelegenheit mich näher mit der Pflanze zu beschäftigen.
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Der nächstgelegene, bekannt gewordene Fundort der Art ist die Moselaue in Luxemburg (Nickel, briefl. Mitt.).
Nickel (2003) macht folgende Angaben zur Ausbreitung der Art in Europa:

„The species was introduced from North America into Europe (presumably with twigs of fruit trees) where it was reported for the first time in 1912 from former Hungary.
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In den trockengefallenen Absinkweihern des Kiesweihergebietes bei Diefflen dominieren derzeit in den zentralen Bereichen Ranunculus sceleratus (Abb. 1) und Rorippa palustris und (mehr an den Rändern) Alopecurus aequalis (Abb. 2) und Bidens frondosa. Vereinzelt, aber doch immer zu finden, war auch Bidens cernua.
Am 14.8.2003 waren wir (Florian Hans und Steffen Caspari) im Leukbachtal unterwegs. Es galt, Informationen zum geplanten FFH-Gebiet zu vertiefen und insbesondere auch nach dem Großen Feuerfalter (Lycaena dispar) zu schauen (was auch gelang!), einer Art des Anhangs II der FFH-Richtlinie, für die das Saarland besondere Verantwortung besitzt.
Im Juni/Juli 2003 beobachtete ich in der Mosel zwischen Perl und Besch an mehreren Stellen das seltene Knoten-Laichkraut (Potamogeton nodosus). Dies überraschte mich etwas, schreibt doch Peter Wolff im gerade erschienenen „Vegetation des Saarlandes und seiner Randgebiete“ (Bettinger & Wolff 2002) dass die Art im saarländischen Abschnitt der Mosel nicht mehr vorkommt und zuletzt 1993 in Schengen beobachtet wurde.
Der Teufel Phymata crassipes als Grenzgänger am Hammelsberg bei Perl bzw. Apach
Und am 09. Juli 2003 zählte ich gar 8 Exemplare. Die Tiere traten am gesamten Grenzweg entlang auf. Eine auffällige Jagdtechnik war zu beobachten: Die Tiere verstecken sich in den Schafgarbenblütenständen und nur der Kopf und die Fangbeine ragen oben aus den Blüten hervor.
Verbascum pulverulentum VILL. in großem Bestand auf einem Ruderalgelände zw. Perl und Besch.
Die Flockige Königskerze ist eine sehr seltene Art, die in Deutschland im wesentlichen auf das Rheintal zwischen Karlsruhe und Köln, und die Unterläufe von Main und Mosel beschränkt ist. HAFFNER nennt die Art mehrfach für das Moselgebiet.
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Gymnadenia conopsea (L.) R.Br. (Große Händelwurz) im NSG „Südlicher Klapperberg“
Derzeit blühen ca. 30 Gymnadenia conopsea (L.) R.Br. (Große Händelwurz) im NSG „Südlicher Klapperberg“ zwischen Gresaubach und Steinbach.
Erster Fund der Tapezierspinne Atypus ssp. im südlichen Bliesgau
Auf einer botanischen Exkursion zu den Trockenhängen bei Bliesmengen-Bolchen (Kreuzberg) gelang der erste Fund eines Atypus-Schlauches (leg. Dennemärker) im südlichen Bliesgau.
Diesmal im Bliesgau im NSG „Badstube“ bei Mimbach. Das Teufelchen lauerte auf einer Zypressen-Wolfsmilch auf Beute. Als weitere Besonderheit ist die Bergzikade Cicadetta montana zu nennen,
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