AK Gefäßpflanzen 

Massenbestand von Ranunculus sardous an der Ziegelei/Nalbach

Der Sardische Hahnenfuß (Ranunculus sardous) besitzt aktuell im Saarland nur ein größeres Vorkommen auf der Primsterrasse zwischen dem Litermont-Rücken und der Ortschaft Nalbach. Dort fristet er ein eher tristes Dasein als Ackerunkraut entlang der Ackerränder von intensiv genutzten Ackerschlägen. Nur wo durch übermäßige Staunässe, und die ist auf den Lehmen dort durchaus nicht selten, die Frucht nicht keimt, bildet er sofort kleine, etwas flächige Bestände aus. Dies zeigt bereits deutlich den Pioniercharakter dieser Pflanzenart.

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Ajuga genevensis am Hofberg

Der Genfer Günsel (Ajuga genevensis) (Abb. 1 & 2) wurde am Hofberg bei Reitscheid (6409/3) erstmals nach Pflegemaßnahmen im Jahre 2002 festgestellt (vgl. News-Beitrag 2002).
Bei einer Kontrolle des Vorkommens am 24.5.2004 wurden 148 Blühsprosse gezählt. Es ist immer noch auf den Bereich der Pflegemaßnahme beschränkt, hat sich aber deutlich positiv entwickelt.

Abb. 1: Habitus von Ajuga genevensis.

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Der Behaarte Arznei-Thymian (Thymus pulegioides subsp. carniolicus = Th. froelichianus) am Hofberg, neu für das Saarland

Thymiane gelten als schwer bestimmbar, der Behaarte Arznei-Thymian (Abb. 1) macht da aber eine Ausnahme. Alle oberirdischen Pflanzenteile sind lang abstehend behaart (Abb. 2), so dass das Taxon auch in nichtblühendem Zustand gut ansprechbar ist (Abb. 3).

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Poa bulbosa, das Zwiebel-Rispengras auf der „Nunkircher Höhe“ zwischen Michelbach und Nunkirchen

Poa bulbosa ist ein seltenes Gras, das im Saarland nur ein eng umgrenztes Verbreitungsgebiet auf den warmen Vulkaniten zwischen Reimsbach und Schmelz-Limbach besitzt. Aber auch dort ist es keineswegs häufig. Es zu finden ist immer ein Glücksfall. In diesem Jahr hat sich ein kleiner Bestand an einem Wegrand auf der Nunkircher Höhe in einer Sedum acre-Flur entwickelt.

Offenbar besitzt Poa bulbosa gegenüber den anderen Wiesenarten keinerlei Konkurrenzkraft und erscheint immer nur dort (allerdings dann in grösserer Zahl),

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Orchis ustulata in der Badstube

Das Brand-Knabenkraut (Orchis ustulata) zählt zu den Orchideenarten mit eher östlicher Verbreitung.
Während sich die submediterranen Arten, allen voran Anacamptis pyramidalis, Himantoglossum hircinum und Ophrys apifera, aufgrund der Klimaentwicklung in offensichtlicher Ausbereitung befinden, stagnieren die eurosibirischen Arten in der Bestandsentwicklung bzw. gehen deutlich zurück.

Narzissen im Saarland

Die Hunsrück-Vorkommen der Gelben Narzisse (Narcissus pseudonarcissus) erstrecken sich auch bis ins Saarland. Erhard Sauer deutete die festgestellten Vorkommen in den Auewiesen von Nahe und Prims in seinem Gefäßpflanzenatlas (1993) als unbeständig. Dies ist zutreffend für das Nahevorkommen (unterhalb Nohfelden, 6308/4), wo eine einzige Narzissengruppe der einheimischen Sippe mit derzeit (15.4.2004) 13 Blüten existiert, die sich offenbar nur vegetativ vermehren kann. Dieselbe Pflanze war schon 1984 vorhanden. Das Vorkommen an der Prims bei Nonnweiler (6307/4) wurde 1985 von Hans Reichert für den Atlas gemeldet.

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Asclepias syriaca Linnaeus 1753, seit 3 Jahren in Altforweiler (Häsfeld)

Im Jahr 2000 fiel mir am Straßenrand, Einmündung der Industriestrasse in die L167 am Ostrand von Altforweiler, eine hohe Staude mit Ficus-artigen Blättern auf. Zur Blüte gekommen war angesichts der typischen Blütenform sofort klar, dass es sich um ein Seidenpflanzengewächs (Asclepiadaceae) handeln musste.

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Amaranthus blitum auf der Bergehalde Maybach

An der Nordwestflanke der Bergehalde Maybach befindet sich derzeit eine etwa halbjährige, artenarme Unkrautflur aus unzähligen Jungpflanzen von Chenopodium ficifolium und darunter (im Vergleich eher selten, ca. 1 Ex. pro 1 Ar) Einzelexemplare einer Pflanze mit ganz merkwürdig kriechenden, und auffällig rot überlaufenen Trieben.

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Blüte des Deutschen Enzians, Gentianella germanica, am Hammelsberg bei Apach.

Die Fundstelle am Hammelsberg ist altbekannt. Insgesamt gibt Sauer (1993) die Art für 8-10 Minutenfelder des Saarlandes an. Ob diese Fundstellen alle noch rezent sind, ist zu bezweifeln. Mir jedenfalls sind in 30 Jahren floristisch-faunistischer Forschung keine weiteren Vorkommen bekannt geworden.