An der Nordwestflanke der Bergehalde Maybach befindet sich derzeit eine etwa halbjährige, artenarme Unkrautflur aus unzähligen Jungpflanzen von Chenopodium ficifolium und darunter (im Vergleich eher selten, ca. 1 Ex. pro 1 Ar) Einzelexemplare einer Pflanze mit ganz merkwürdig kriechenden, und auffällig rot überlaufenen Trieben.
Blüte des Deutschen Enzians, Gentianella germanica, am Hammelsberg bei Apach.
Die Fundstelle am Hammelsberg ist altbekannt. Insgesamt gibt Sauer (1993) die Art für 8-10 Minutenfelder des Saarlandes an. Ob diese Fundstellen alle noch rezent sind, ist zu bezweifeln. Mir jedenfalls sind in 30 Jahren floristisch-faunistischer Forschung keine weiteren Vorkommen bekannt geworden.
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Pyrgus armoricanus 2003 im Saarland
Das Jahr 2003 war für sehr viele Schmetterlingsarten aussergewöhnlich. Man kann nicht sagen, pauschal gut oder schlecht, dazu haben die Arten viel zu unterschiedlich auf die extremen Witterungseinflüsse reagiert. Es waren aber bei sehr vielen Arten neue Phänologierekorde zu verzeichnen und die Generationenzahl lag bei zahlreichen Arten höher als sonst.
Im September fiel Rainer Ulrich und Roland Summkeller eine Puzzlefalter-Art (Pyrgus sp.) auf Halbtrockenrasen des Bliesgaus zu einer Jahreszeit auf,
Massenbestand von Epilobium brachycarpum C. Presl auf der Bergehalde der Grube Maybach
Bereits 2001 war mir an der nördlichen Flanke der Bergehalde ein „merkwürdig aussehendes“ Weidenröschen-Exemplar aufgefallen. Ich hatte bei diesem Besuch jedoch keine Zeit und Gelegenheit mich näher mit der Pflanze zu beschäftigen. Ein bisschen Blättern im fantastischen Bildatlas von Haeupler & Muer am gleichen Abend begründeten jedoch den Verdacht, dass es sich um das Kurzfrüchtige Weidenröschen handeln könne. Im darauffolgenden Jahr wurde die Halde mit neuen Erdmassen deutlich erhöht,
Ein Nachweis der Büffelzirpe Stictocephala bisonia Kopp & Yonke, 1977 im Saarland, in feuchten Hochstauden des Unteren Primstals bei Diefflen.
Der nächstgelegene, bekannt gewordene Fundort der Art ist die Moselaue in Luxemburg (Nickel, briefl. Mitt.).
Nickel (2003) macht folgende Angaben zur Ausbreitung der Art in Europa:

„The species was introduced from North America into Europe (presumably with twigs of fruit trees) where it was reported for the first time in 1912 from former Hungary. Later it spread over most parts of southern Europe (extending northward to Belgium in oceanic climates) and has reached parts of North Africa,
Fund eines aberranten Zweizahns an der Unteren Prims
In den trockengefallenen Absinkweihern des Kiesweihergebietes bei Diefflen dominieren derzeit in den zentralen Bereichen Ranunculus sceleratus (Abb. 1) und Rorippa palustris und (mehr an den Rändern) Alopecurus aequalis (Abb. 2) und Bidens frondosa. Vereinzelt, aber doch immer zu finden, war auch Bidens cernua.
Andreaea rothii ssp. rothii neu in Saarland und Hunsrück
Am 14.8.2003 waren wir (Florian Hans und Steffen Caspari) im Leukbachtal unterwegs. Es galt, Informationen zum geplanten FFH-Gebiet zu vertiefen und insbesondere auch nach dem Großen Feuerfalter (Lycaena dispar) zu schauen (was auch gelang!), einer Art des Anhangs II der FFH-Richtlinie, für die das Saarland besondere Verantwortung besitzt.
Wieder seltene Wasserpflanzen in der Mosel
Im Juni/Juli 2003 beobachtete ich in der Mosel zwischen Perl und Besch an mehreren Stellen das seltene Knoten-Laichkraut (Potamogeton nodosus). Dies überraschte mich etwas, schreibt doch Peter Wolff im gerade erschienenen „Vegetation des Saarlandes und seiner Randgebiete“ (Bettinger & Wolff 2002) dass die Art im saarländischen Abschnitt der Mosel nicht mehr vorkommt und zuletzt 1993 in Schengen beobachtet wurde.
Der Teufel Phymata crassipes als Grenzgänger am Hammelsberg bei Perl bzw. Apach
Und am 09. Juli 2003 zählte ich gar 8 Exemplare. Die Tiere traten am gesamten Grenzweg entlang auf. Eine auffällige Jagdtechnik war zu beobachten: Die Tiere verstecken sich in den Schafgarbenblütenständen und nur der Kopf und die Fangbeine ragen oben aus den Blüten hervor.
Verbascum pulverulentum VILL. in großem Bestand auf einem Ruderalgelände zw. Perl und Besch.
Die Flockige Königskerze ist eine sehr seltene Art, die in Deutschland im wesentlichen auf das Rheintal zwischen Karlsruhe und Köln, und die Unterläufe von Main und Mosel beschränkt ist. HAFFNER nennt die Art mehrfach für das Moselgebiet. Während den Kartierungsarbeiten (Zeitraum 1979 – 1993) zum Atlas der Gefäßpflanzen des Saarlandes (Sauer 1993) konnte die Art dort jedoch nicht bestätigt werden. Hand (2003) nennt Trier-Euren als einzigen Fundort der Art seit 1980 im Trierer Raum.