AK Moose 

Calypogeia suecica – ein neues Lebermoos für das Saarland

Nach über 25-jähriger Kartierung der Moose des Saarlandes ist deren Erfassungsgrad mittlerweile so gut, dass jede neue Art, die im Untersuchungsgebiet gefunden wird, für die hiesigen Bryologen ein kleines Ereignis darstellt. Ein solches war die Entdeckung des Laubmooses Buxbaumia viridis (s. News vom 23.09.2012), das Claudia und Thomas Schneider „vor ihrer Haustür“ im Merziger Kammerforst entdeckten.

Um diesen Standort auch im Hinblick auf eine mögliche Sicherung genauer beschreiben zu können, unternahmen die Unterzeichner am 8.

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Das Grüne Koboldmoos Buxbaumia viridis (Moug. ex Lam. & DC.) Brid. ex Moug. & Nestl. neu für das Saarland

Das Grüne Koboldmoos ist eines der außergewöhnlichsten Moose in Mitteleuropa. Mit seiner ähnlichen Schwesternart, dem Blattlosen Koboldmoos (Buxbaumia aphylla), ist das scheinbar blattlose Moos durch seine mächtige, auf einer 0,5 bis 1 cm langen Seta sitzenden Kapsel ein dennoch – für Moose – auffallendes Pflänzchen. Ohne Kapsel sind die Pflanzen kaum zu entdecken: sie besitzen kleine, kaum erkennbare Blätter, die dem ausdauernden Protonema aufsitzen.

Buxbaumia viridis

Buxbaumia viridis besiedelt morsches Holz,

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Scorpiurium circinatum – Zweitfund für Deutschland

Das mediterran-atlantisch verbreitete Laubmoos Scorpiurium circinatum wurde erstmals 1991 in Deutschland bzw. sogar in ganz Mitteleuropa nachgewiesen (CASPARI 1993). Es wächst an teilbeschatteten und Schiefer- und Diabasfelsen in der Hammer Saarschleife (6405/2) und wurde bei einer Exkursion der saarländischen Bryologen von Ulf Heseler und Hermann Lauer entdeckt.
Der mehrfach, zuletzt 2002 bestätigte Fundort, beherbergt eine reiche Population. Am 24.4.2004 führte erneut eine Exkursion der Sektion Moose ins untere Saartal.

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Sphaerocarpus texanus an der Obermosel

Über das isolierte Auftreten des seltenen Lebermooses Sphaerocarpus texanus an der saarländischen und lothringischen Obermosel wurde 2001 in den Delattinia-News berichtet (Beitrag).
Das Vorkommen in einem extensiv bewirtschafteten Weinberg bei Nennig (6404/3) wurde im Rahmen einer Exkursion der Sektion Moose am 24.4.2004 kontrolliert. Die Pflanzen waren ähnlich reichlich entwickelt wie drei Jahre zuvor. Florian Hans liefert hierzu jetzt ein Foto nach:

Aufnahme: Florian Hans.

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Erstfund des Bewimperten Sternlebermoos Riccia ciliata im Saarland

Der Hofberg (NW Reitscheid, 6409/313) ist – was wenig bekannt ist – eines unserer anerkannten Natura 2000-Gebiete. Er wurde als Vogelschutzgebiet (und als FFH-Gebiet) gemeldet; die Anerkennung als SPA (special protected area, so heißen die Vogelschutzgebiete in EU-Deutsch) erfolgte im Jahre 2001.

Andreaea rothii ssp. rothii neu in Saarland und Hunsrück

Am 14.8.2003 waren wir (Florian Hans und Steffen Caspari) im Leukbachtal unterwegs. Es galt, Informationen zum geplanten FFH-Gebiet zu vertiefen und insbesondere auch nach dem Großen Feuerfalter (Lycaena dispar) zu schauen (was auch gelang!), einer Art des Anhangs II der FFH-Richtlinie, für die das Saarland besondere Verantwortung besitzt.

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Didymodon glaucus im Saarland

In einem Arkose-Steinbruch bei St. Wendel (6508/225) konnte im Herbst 2001, erstmals im Saarland und im Saar-Nahe-Bergland, das subozeanisch-submediterran verbreitete Laubmoos Didymodon glaucus nachgewiesen werden. Es besiedelt dort Vertikalflächen von basischen Arkose-Felsen und ist mit Gyroweisia tenuis und Tortula muralis vergesellschaftet.

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Sphaerocarpos texanus neu für das Saarland

Mit Sphaerocarpos texanus wurde erstmals ein Vertreter der systematisch isoliert stehenden Moosordnung Sphaerocarpales in unserer Region gefunden:
In einem W-exponierten Weinberg am Rand der rezenten Moselaue N Nennig (6404/313) wächst in einer (und nur in dieser) extensiv bewirtschafteten Rebparzelle ein Massenbestand dieses seltenen Mooses. Die nächsten bisher bekannten Fundorte der wärmeliebenden Art liegen im Rheintal, das durchgängig vom Oberrhein bis zur holländischen Grenze besiedelt ist, und im belgischen Tiefland.

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