Allgemein 

Felsenspringer an den Hängen des Saartals bei Saarfels

Aus den zahlreichen Funden von Felsenspringern an den Felsstandorten des Nahe-Berglands in diesem Frühjahr ergibt sich zwanglos, dass diese Tiergruppe auch im Saarland vorkommen muss. Sichtungen undeterminierter Tiere vom Primsdurchbruch liegen ja auch bereits vor (Bericht aus dem März 2008).

Der jetzige Fund von Lepismachilis y-signata an einem sehr steilen Trockenhang bei Saarfels überraschte mich dann doch ein wenig. Die Tiere hielten sich im alten Blätterfilz von Trespenhorsten (Bromus erectus),

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Fund des seltenen Berg-Johanniskrauts (Hypericum montanum) im Warndt

Bei der in diesem Jahr laufenden Inventarisierung und Bewertung des Natura 2000-Gebietes „Warndtwald“, bei der ich als einer der Gutachter beteiligt bin, entdeckte ich am 25. September 2008 auf einer Rückegasse in einem Buchen-Altholzbestand nebenstehendes Pflänzchen. Obwohl ich in den fast 30 Jahren, in denen ich nun bereits als Botaniker tätig bin, höchstens eine Handvoll Pflanzen des Berg-Johanniskrauts gesehen habe, war ich sofort felsenfest davon überzeugt, genau diese Art vor mir zu haben. Nach intensiver Suche im weiteren Umfeld gelang es mir dann schließlich auch,

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Ein unauffälliger Neubürger, die Gefleckte Wolfsmilch (Chamaesyce maculata) erobert die Pflasterfugen in unseren Ortschaften

Beim „Beine vertreten“ anlässlich einer Geburtstagsfeier im Gasthaus Spurk in Körprich bemerkte ich in den Pflasterfugen vor der benachbarten Fahrschule eine kleine, kriechende Pflanze, die mich an Peplis portula erinnerte. Da aber dieser Standort für die feuchteliebende Peplis wohl eindeutig zu trocken ist, bequemte ich mich schließlich, ging in die Hocke und sah mir die Pflanze genauer an. Ohne Lupe war aber bei diesem winzigen Pflänzchen nicht wirklich viel zu sehen. Der Milchsaft,

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Funde bemerkenswerter Wanzen im Ostsaarland im Frühjahr 2008

Anfang April 2008 konnte die winzige Tingide Galeatus maculatus am Birzberg bei Fechingen erstmals für das Saarland nachgewiesen werden. Die Tiere (mind. vier Exemplare) rannten neben und auf Hieracium pilosella auf sonnigem Kalkgrus herum.

Foto 1: Galeatus maculatus, Birzberg bei Fechingen, 04.04.2008.
Foto 2: Galeatus maculatus, Birzberg bei Fechingen, 04.04.2008.

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Anthrenochernes stellae Lohmander, 1939 – ein Pseudoskorpion des Anhangs II der FFH-Richtlinie neu für das Saarland

Im Rahmen von Untersuchungen zur Erstellung einer Checkliste für die Schwebfliegen (Diptera: Syrphidae) des Saarlandes wurde im Mai 2008 im Niedtal auf einem teilweise verbuschten Halbtrockenrasen eine Malaise-Falle ausgebracht. Diese Malaise-Falle erbrachte nun unerwartet den Erstnachweis der sehr seltenen FFH-Anhangsart Anthrenochernes stellae für das Saarland.

Ein Exemplar dieser seltenen Pseudoskorpionart hing am Hinterbein einer Schwebfliege (Myathropa florea). Die Art ist nach der Flora-Fauna-Habitatrichtlinie (Anhang II) geschützt. 

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Die Felsenspringer von Hammerstein – Schau mir in die Augen…

Eine der Lichtfangstationen bei der für den 23.05.2008 (bzw. 30.05.2008) geplanten Nachtfalterbeobachtung des gesamten Nahetales von der Quelle bis zur Mündung soll bei Hammerstein nahe Idar-Oberstein eingerichtet werden. Da die Xerothermstandorte des Nahetals auch für meine arachnologische Erforschung Südwestdeutschlands einen Arbeitsschwerpunkt darstellen und ich den Standort noch nicht kannte, habe ich mir die Felsenkuppe am letzten Wochenende im März 2008 angesehen.

Bedingt durch den ungünstigen Wetterverlauf in diesem Jahr, und der Exkursionstag läßt sich da nahtlos einreihen,

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Die Mauerspinne Dictyna civica besiedelt auch die Ortschaften des Saarlandes.

In den 1950er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde der Arachnologe Rudolf Braun auf eine kleine Spinne, Dictyna civica, aufmerksam, die auffällige Netze an Hausfassaden anlegt. Die daraufhin einsetzende Kartierung ergab eine weite Verbreitung der Art in den Wärmegebieten Deutschlands. Als nördlicher Arealrand konnte Bad Neuenahr ermittelt werden. Danach geriet die Art wieder in Vergessenheit.

Erst Anfang des 21. Jahrhunderts machte sie wieder von sich reden. Malerbetriebe schlugen Alarm und eine harmlose Spinne wurde zum „Schädling“

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Fund des Roten Waldvögleins Cephalanthera rubra an der Hetschermühle

Im Saarland waren im Verlaufe des letzten Jahrhunderts aus ca. 17 Minutenfeldern (ca. 1×2 km große Rasterflächen) Funde dieser hübschen Orchideenart bekannt geworden. Intensive Nachsuchen durch mehrere Botaniker und Naturfreunde an den bekannten alten Fundstellen im Moselgau, im Niedgau und am Wolferskopf, sowie in den südöstlichen Muschelkalkgebieten des Saarlandes sind in den vergangenen Jahren jedoch erfolglos geblieben, so dass die Art aktuell als verschollen galt.

Ende Mai entdeckten nun Wanderer im Bereich der Hetschermühle bei Eimersdorf drei Exemplare des Roten Waldvögleins an einem wenig genutzten Waldweg.

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