Monatsvortrag 

Naturkundliche Reise durch Neuseeland | Barbara Froehlich-Schmitt & Adam Schmitt

„Aotearoa“ – Land der langen weißen Wolke – nennen die Maori Neuseeland. Die Inseln im Pazifik auf der anderen Seite der Erde gelten als Sehnsuchtsland für Europäer. Laut Evolutions-Biologe Jared Diamond bieten sie die beste Annäherung an das Leben auf einem anderen Planeten. Doch wer heute dorthin reist, kann keine heile Welt mehr erleben. Durch die fragile Insel-Ökologie ist die ursprüngliche Biodiversität hochgradig gefährdet. Schon die ersten polynesischen Siedler im 13. Jahrhundert lichteten die Wälder auf und rotteten alle Moas aus,

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Artenkenner:innen früher, heute und in Zukunft – eine aktuelle Zwischenbilanz der Saarländischen Akademie für Artenkenntnis | Nicolas Griesang

Im Rahmen des Projektes „Förderung von taxonomischem Wissen als Grundlage für den Naturschutz – FörTax“, hat sich im Saarland mit der Saarländischen Akademie für Artenkenntnis eine Bildungsplattform für Artenwissen formiert. Seit nunmehr drei Jahren wird dort Artenkenntnis von Spezialist:innen an die Lernenden tradiert. Erste Auswertungen von Befragungen der Teilnehmenden zeichnen ein aussagekräftiges Bild von Artenkennerinnen und Artenkennern. Daraus lassen sich auch interessante Prognosen für die Zukunft ableiten.

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Der Braune Eichenzipfelfalter (Satyrium ilicis) in lothringischen Nieder- und Mittelwäldern | Marvin Strätling

Der Braune Eichenzipfelfalter ist deutschlandweit rückläufig. Im Saarland haben sich die einst nahezu flächendeckenden Bestände auf zwei Populationscluster in den 80er Jahren reduziert. Und heute gibt es nur noch eine kleine Anzahl Fundorte im nordwestlichen Warndt. Dieser Rückgang wird häufig mit der Abnahme von Lichtwäldern in Verbindung gebracht.

Im Sommer 2023 stellte der Vortragende mittels Satellitenbildauswertung fest, dass im Norden Frankreichs und in Wallonien (Belgien) Mittel- und Niederwälder noch weit verbreitet sind. Eine Eisuche nach Satyrium ilicis in Lothringen in einem grenznahen Mittelwald hatte auf Anhieb Erfolg.

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Naturkundliche Beobachtungen in Westaustralien | Barbara Froehlich-Schmitt und Adam Schmitt

Der Bundesstaat Western Australia bedeckt fast ein Drittel des australischen Kontinents, ist 7-fach so groß wie Deutschland und mit Ausnahme der Region um Perth fast menschenleer. Für Naturfreunde ist das Gebiet mit seinen über 13.000 Blütenpflanzen- und 550 festgestellten Vogelarten noch ein Geheimtipp.
Im australischen Frühling des Jahres 2019 – von Ende August bis Mitte Oktober – reisten die Autoren 7 Wochen durch das Land. Der Vortrag behandelt den ersten Teil der Reise nördlich der Hauptstadt Perth.

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Reisen und wissenschaftliches Wirken von Prof. Dr. Dr. hc. mult. Paul Müller in Brasilien | Dr. Markus Monzel

Bevor Paul Müller ein international bekannter Biogeograph wurde, der sein Fach in maßgeblicher Weise auch wissenschaftstheoretisch geprägt hat, verbrachte er viele seiner frühen Schaffensjahre auf dem südamerikanischen Subkontinent, der zu seiner großen Leidenschaft wurde. Hier hatte es ihm insbesondere die Herpetofauna angetan, also die Amphibien und Reptilien. Anhand mehrerer Modell-Organismen, z.B. der tropischen Klapperschlange, Crotalus durissus, jedoch auch anhand weiterer Wirbeltiergruppen, entwickelte Paul Müller Ideen zur postglazialen Landschaftsgenenese im tropischen und subtropischen Südamerika mit einem Schwerpunkt auf Brasilien.

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Milane im Wind – Naturkundliche Beobachtungen auf dem Jakobsweg | Stefan Mörsdorf

Die Farbe Lothringens ist Grau. Besonders an trüben Regentagen. Aber nur auf den ersten Blick. Stefan Mörsdorf durchquert das vermeintlich graue Lothringen zu Fuß. Er hat viel Zeit zum Hin-Schauen: Nach einer Hirnblutung ist er halbseitig gelähmt und gehbehindert. Aufgebrochen im pfälzischen Hornbach und Schritt für Schritt den Jakobsweg bis Metz gepilgert, folgt er in diesem Buch den Wegen der Jakobspilger durch das uralte Kulturland Lothringen. Auf seinem Weg durch die weiten Landschaften einer dünn besiedelten Region entdeckt er die Vorzüge der Langsamkeit.

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Der Naturpark Saar-Hunsrück. Eine Nationale Naturlandschaft mit vielen Facetten | Lydia Hoff-Güdelhöfer

Der länderverbindende Naturpark Saar-Hunsrück ist Teil der Nationalen Naturlandschaften (NNL). In diesem Bündnis bewahren die deutschen Nationalparke, Naturparke, Biosphärenreservate und Wildnisgebiete, gemeinsam mit den Menschen auf rund einem Drittel der Fläche Deutschlands faszinierende Natur, vermitteln Freude beim Erleben der Natur und gestalten die Zukunft mit Zuversicht nachhaltig.

Zusammen mit dem Nationalpark Hunsrück-Hochwald stellt der Naturpark ein funktionales Schutzgebietssystem dar. Mit dem Naturjuwel Saarschleife, dem einzigartigen nationalen Geotop mit seinen schützenswerten Tier- und Pflanzenarten,

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