Allgemein 

Bestandssituation des Königsfarns (Osmuna regalis) im Rotenbachquellgebiet und Schuster-Hannes-Bruch bei Bergen

Wir waren am 19.07.2018 wieder bei den Königsfarnen im Oberen Rotenbachtal und im Schuster-Hannes-Bruch.
Auch in diesem Jahr hat sich der Bestand höchst erfreulich entwickelt!
Im Oberen Rotenbachtal, im eingezäunten Bereich, fanden wir einen Stock mehr als 2017, also 8 Stöcke mit insgesamt 23 Wedeln, die meisten noch jung und deshalb sehr klein. An den beiden kräftigsten Stöcken sind die Wedel bis zu 90 cm hoch und 3 davon fertil, 2017 hatten wir hier keine fertilen Wedel beobachtet!

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Aktueller Nachweis der vom Aussterben bedrohten Wildbiene Hoplitis papaveris (syn. Osmia papaveris) in Saarlouis

Am 19.06.2018 bemerkte ich am Rande eines Getreidefeldes zwischen dem Friedhof „Neue Welt“ in Saarlouis und der neuen Rettungswache zw. Beaumarais und Picard  (WGS84: 49.302093°N, 6.731267°E) einige Mohnpflanzen, bei denen große Stücke aus den Blütenblättern herausgeschnitten waren (s. Foto 1). Dies führte bei mir augenblicklich zu einem Anstieg des Adrenalin-Levels und zur völligen Einstellung der botanischen Aktivitäten, die mich eigentlich hergeführt hatten. Ich ging auf die Knie und begann, einem Verdacht folgend,

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Fund eines Bierschnegels

Am 11. April 2018 fand ich auf einem Spaziergang durch Blieskastel eine grünlich gefärbte Nacktschnecke. Da ich solch ein Exemplar noch nie gesehen hatte, fotografierte ich sie, konnte sie aber nicht abschließend identifizieren.

Erst kürzlich konnte ich meine Bestimmung durch Steffen Caspari und Carsten Renker bestätigen lassen: es handelte sich um einen Bierschnegel (Limacus flavus) deutschlandweit in der Roten Liste als „vom Aussterben bedroht“ geführt wird und dessen Gefährdung im Saarland ähnlich einzustufen sein wird.

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Wiederfund des Sprossenden Bärlapps (Lycopodium annotinum) im Moosbruch bei Scheiden

Das Moosbruch bei Scheiden, das sich im Quellbereich des Lannenbaches vom Saarland bis in die Region Trier hinein ausdehnt,  hat sich in der Vergangenheit durch das Vorkommen zahlreicher seltener und gefährdeter Farn- und Blütenpflanzen ausgezeichnet. Aus Mitte der 1980er Jahre waren von dort beispielsweise Vorkommen der Zweinervigen Segge (Carex binervis) und des Moorglöckchens (Wahlenbergia hederacea) bekannt. Von 1983 bis mindestens 1990 konnte im saarländischen Teil des Moosbruchs auch Lycopodium annotinum beobachtet werden,

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Aktuelle Bestandssituation des Königsfarns (Osmuna regalis) im Rotenbachquellgebiet und Schuster-Hannes-Bruch bei Bergen

Wir waren am 27. Juli 2017 wieder an den Königsfarnstellen im Rotenbachquellgebiet und Schuster-Hannes-Bruch N Bergen, über die bereits in den News vom 15. September 201627. Juli 2015 und 3. August 2012 bereichtet wurde

Im umzäunten Bereich am Oberen Rotenbach wachsen in diesem Jahr 7 Königsfarn-Stöcke, demnach 3 Stöcke mehr als im letzten Jahr. Ihre Wuchsstellen wurden in einer Skizze festgehalten, um sie jederzeit wieder zu finden.

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Die Mondraute (Botrychium lunaria) bei Bergen

Während einer gemeinsamen Exkursion konnte die vor zwei Jahren von Friedolin Arweiler neu gefundene Population der Mondraute (Botrychium lunaria) bestätigt werden. In einer sehr extensiv genutzten Viehweide wurden 6 Exemplare der seltenen Farnpflanze gefunden. Sie wuchsen in einer submontanen Magerwiese mit Übergängen zum Borstgrasrasen verteilt auf einer Fläche von ca. 3 x 3 Metern.


Autor: Thomas Schneider

 

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Aproceros leucopoda (Hymenoptera: Argidae) hat das Saarland erreicht

Die aus Ostasien stammende Zick-Zack-Ulmenblattwespe Aproceros leucopoda wird seit 2003 in Europa beobachtet. Sie wurde möglicherweise mit Pflanzenmaterial eingeschleppt und breitet sich seither rasant aus (Blank et al. 2010, mit Nachweiskarte für Europa). Die Larven der Blattwespe fressen an Ulmen, wobei diese nach Beobachtungen in Rumänien und Ungarn über 75% ihrer Blätter verlieren können.

Vor dem Hintergrund des Ulmensterbens (Dutch Elm Disease), das seit Anfang der 1920er Jahre und dann erneut in einer zweiten Welle seit Ende der 1960er Jahre mit noch aggressiveren Stämmen des Pilzes 

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Neues vom Königsfarn, Osmunda regalis, im Oberen Rotenbachtal und im Schuster-Hannes-Bruch N Bergen

m 15.09.2016 haben wir uns mit den beiden für das o.g. Gebiet zuständigen Förstern getroffen.
Herr Hans Reinert ist Revierförster des Staatsforstes Forsthaus Klink, SW Waldweiler, Rheinland-Pfalz, und betreut zusätzlich einen Privatwald, zu dem sowohl das Schuster-Hannes-Bruch, Bergener Bann, Saarland, als auch der zu Rheinland-Pfalz gehörende in Fließrichtung rechte Ufer- und Waldbereich des Oberen Rotenbachs gehören.
Herr Ralf Simon ist Förster des Gemeindeforstes Losheim und ist zuständig für den saarländischen Teil des Oberen Rotenbach-Gebiets.

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Nachweis des Sand-Wegerichs (Plantago arenaria) in Schiffweiler

Der Sand-Wegerich ist eine eher (süd-) osteuropäisch verbreitete Art, die in Deutschland v.a. im Osten, daneben in einem zweiten Schwerpunkt im nördlichen Teil der Oberrheinischen Tiefebene zwischen Rastatt und Bingen vorkommt. Über weite Teile Deutschlands sind zerstreute, unbeständige Nachweise bekannt (NetPhyD & BfN). Der Sand-Wegerich ist ein Therophyt mit natürlichem Vorkommen auf sonnigen, mäßig trockenen, meist basischen, höchstens mäßig nährstoffreichen, lockeren Sandböden. Außerhalb der Gebiete, in denen entsprechende Primärstandorte vorkommen, tritt er daher typischerweise als Ruderalpflanze auf.

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Wieder Osmunda-Stöcke im Schusterhannes-Bruch nördl. Bergen

Wie Aloys Staudt in einem News-Beitrag am 3. August 2012 geschrieben hatte, soll der Bestand des Königsfarns (Osmunda regalis) im Schuster-Hannes-Bruch zwischen Bergen und Scheiden erloschen sein.

Am 27. Juli waren Christine Zehren, Winfried Minninger und ich auf der Suche nach Wahlenbergia hederacea auch am Losheimer Bach und am Rotenbach und sind dann vom Quellgebiet des Rotenbachs noch in das Schuster-Hannes-Bruch oberhalb, nördlich, des dort angelegten Weihers gegangen,

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