Steatoda triangulosa ist eine thermophile Kugelspinne, die seit den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts für die Wärmegebiete um Mainz herum bekannt ist. So schreibt Braun (1957), dass die Art, damals hieß sie noch Teutana triangulosa, auf dem Campus der Universität Mainz „ungemein häufig“ sei, er aber auch Tiere in Mainz-Bretzenheim im Freien gefunden habe.
Fund der Violetten Sommerwurz Orobanche purpurea im NO-Saarland
Die Violette Sommerwurz gehört zu den seltensten Pflanzenarten des Saarlandes. Hinzu kommt eine gewisse natürliche Unbeständigkeit an ihren Wuchsorten, so dass die Begegnung mit dieser Art auch für den professionell tätigen Botaniker immer ein besonderes Erlebnis bleibt.
Die letzte Beobachtung reicht z.B. bereits in das Jahr 2002 zurück und wurde ebenfalls hier veröffentlicht.
Frau Marianne Scherer fand die Art nun Mitte Juni im Nordost-Saarland und stellte uns die Fotos zur Verfügung.
Tag der Artenvielfalt – Prallhang der Nied nordwestl. Niedaltdorf
Ziel der arachnologischen Hauptexkursion am Tag der Artenvielfalt war der ostexponierte, bewaldete Prallhang der Nied nordwestlich Niedaltdorf. Besondere Lebensraumtypen dort sind kleinere, mit Moosen überwachsene Kalkschutthalden und eine Quellrinne mit Sinterterrassen und Kalktuffe. Erfahrungsgemäß sind an solchen Standorten mit der Sammelmethode Handfang und Klopfschirm/Kecher keine nennenswerten Spinnenarten zu erwarten. Dies bestätigte sich auch bei dieser Aufsammlung.


Tag der Artenvielfalt – Trockenmauer im ehemaligen Weinberg bei Großhemmersdorf
Bei einer Exkursion zur Trockenmauer des ehemaligen Weinbergs bei Großhemmersdorf wurden am 26.05.2005 mehrere bemerkenswerte Spinnenarten festgestellt.
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Tag der Artenvielfalt – Aufgelassener Kalksteinbruch südl. Hemmersdorf
Das weitläufige Gelände des ehemaligen Kalkbergwerks südlich Hemmersdorf entstand, als in der Stahlindustrie des Saarlandes noch Löschkalk in großen Mengen gebraucht wurde.
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Tag der Artenvielfalt – Gauberg bei Siersdorf
Der folgende Artikel schildert die Ergebnisse einer Exkursion am 11.06.2009:
Der Gauberg, ein sonnenexponierter Prallhang der Nied bei Siersdorf, ist schon lange als Naturschutzgebiet ausgewiesen, und von den standörtlichen Gegebenheiten her für den Artenschutz von besonderer Bedeutung. Allerdings hat die Sukzession den Hang voll im Griff und bis die gerade angelaufenen Pflegemaßnahmen wirklich greifen, wird sicherlich noch einige Zeit verstreichen.

Von Sandbienen und Wollschwebern – eine Fußnote zum Darwin-Jahr
Die Weiden-Sandbiene Andrena vaga gehört zu den früh fliegenden Wildbienenarten. Sie legt ihre Bodennester gesellig in sandigem Boden an und sammelt Pollen von Salix-Arten, um die Nester mit Larvennahrung zu verproviantieren. Die auffallend mit gelbem Pollen beladenen Weibchen bleiben dem aufmerksamen Blick des Spaziergängers ebenso wenig verborgen wie verschiedenen Parasitoiden unter den Insekten, die den vom Beuteflug heimkehrenden Wirtsbienen auflauern, um ihre Kuckuckseier in deren Nester zu legen.

Von Kobolden und Blasebälgen
Nachdem der diesjährige Herbst den Pilzsammlern und Mykologen ein so reiches Pilzangebot beschert hat, dürfen sich nun die Bryologen auf ein bemerkenswertes Moos freuen, das nach den bisherigen Funden offenbar optimale Wachstumsbedingungen findet, denn seine Kapseln schießen derzeit wie Pilze aus dem Boden: das Koboldmoos (Buxbaumia aphylla), ein Verwandter des Blasebalgmooses (Diphyscium foliosum), das an ähnlichen Standorten zu finden ist (s.u.).
Beide Laubmoose gehören zur Ordnung der Buxbaumiales,
Massenvermehrung und Exodus der Misthaufenspinne Ostearius melanopygius bei Schengen/Luxemburg
Am 19. Oktober 2008 zog ein riesiger, ca. 20 x 50 m großer Misthaufen am Westrand der Gemeinde Schengen die Aufmerksamkeit von Elke und Wolfgang Menzel aus Merzig auf sich, da er über und über mit Spinnweben bedeckt war, wie man es sonst eigentlich nur aus diversen Horrorfilmen kennt.
Dieses Phänomen war mir bereits aus der Literatur bekannt, selbst beobachten konnte ich so ein Verhalten allerdings noch niemals. Insbesondere die Art Ostearius melanopygius ist bekannt dafür,
Felsenspringer an den Hängen des Saartals bei Saarfels
Aus den zahlreichen Funden von Felsenspringern an den Felsstandorten des Nahe-Berglands in diesem Frühjahr ergibt sich zwanglos, dass diese Tiergruppe auch im Saarland vorkommen muss. Sichtungen undeterminierter Tiere vom Primsdurchbruch liegen ja auch bereits vor (Bericht aus dem März 2008).
Der jetzige Fund von Lepismachilis y-signata an einem sehr steilen Trockenhang bei Saarfels überraschte mich dann doch ein wenig. Die Tiere hielten sich im alten Blätterfilz von Trespenhorsten (Bromus erectus),