AK Gefäßpflanzen 

Bestandssituation des Königsfarns (Osmuna regalis) im Rotenbachquellgebiet und Schuster-Hannes-Bruch bei Bergen

Wir waren am 19.07.2018 wieder bei den Königsfarnen im Oberen Rotenbachtal und im Schuster-Hannes-Bruch.
Auch in diesem Jahr hat sich der Bestand höchst erfreulich entwickelt!
Im Oberen Rotenbachtal, im eingezäunten Bereich, fanden wir einen Stock mehr als 2017, also 8 Stöcke mit insgesamt 23 Wedeln, die meisten noch jung und deshalb sehr klein. An den beiden kräftigsten Stöcken sind die Wedel bis zu 90 cm hoch und 3 davon fertil, 2017 hatten wir hier keine fertilen Wedel beobachtet!

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Die Mondraute (Botrychium lunaria) bei Bergen

Während einer gemeinsamen Exkursion konnte die vor zwei Jahren von Friedolin Arweiler neu gefundene Population der Mondraute (Botrychium lunaria) bestätigt werden. In einer sehr extensiv genutzten Viehweide wurden 6 Exemplare der seltenen Farnpflanze gefunden. Sie wuchsen in einer submontanen Magerwiese mit Übergängen zum Borstgrasrasen verteilt auf einer Fläche von ca. 3 x 3 Metern.


Autor: Thomas Schneider

 

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Fund der Violetten Sommerwurz Orobanche purpurea im NO-Saarland

Die Violette Sommerwurz gehört zu den seltensten Pflanzenarten des Saarlandes. Hinzu kommt eine gewisse natürliche Unbeständigkeit an ihren Wuchsorten, so dass die Begegnung mit dieser Art auch für den professionell tätigen Botaniker immer ein besonderes Erlebnis bleibt.
Die letzte Beobachtung reicht z.B. bereits in das Jahr 2002 zurück und wurde ebenfalls hier veröffentlicht.
Frau Marianne Scherer fand die Art nun Mitte Juni im Nordost-Saarland und stellte uns die Fotos zur Verfügung.

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Tag der Artenvielfalt – Aufgelassener Kalksteinbruch südl. Hemmersdorf

Das weitläufige Gelände des ehemaligen Kalkbergwerks südlich Hemmersdorf entstand, als in der Stahlindustrie des Saarlandes noch Löschkalk in großen Mengen gebraucht wurde.

Fund des seltenen Berg-Johanniskrauts (Hypericum montanum) im Warndt

Bei der in diesem Jahr laufenden Inventarisierung und Bewertung des Natura 2000-Gebietes „Warndtwald“, bei der ich als einer der Gutachter beteiligt bin, entdeckte ich am 25. September 2008 auf einer Rückegasse in einem Buchen-Altholzbestand nebenstehendes Pflänzchen. Obwohl ich in den fast 30 Jahren, in denen ich nun bereits als Botaniker tätig bin, höchstens eine Handvoll Pflanzen des Berg-Johanniskrauts gesehen habe, war ich sofort felsenfest davon überzeugt, genau diese Art vor mir zu haben. Nach intensiver Suche im weiteren Umfeld gelang es mir dann schließlich auch,

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Ein unauffälliger Neubürger, die Gefleckte Wolfsmilch (Chamaesyce maculata) erobert die Pflasterfugen in unseren Ortschaften

Beim „Beine vertreten“ anlässlich einer Geburtstagsfeier im Gasthaus Spurk in Körprich bemerkte ich in den Pflasterfugen vor der benachbarten Fahrschule eine kleine, kriechende Pflanze, die mich an Peplis portula erinnerte. Da aber dieser Standort für die feuchteliebende Peplis wohl eindeutig zu trocken ist, bequemte ich mich schließlich, ging in die Hocke und sah mir die Pflanze genauer an. Ohne Lupe war aber bei diesem winzigen Pflänzchen nicht wirklich viel zu sehen. Der Milchsaft,

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Fund des Roten Waldvögleins Cephalanthera rubra an der Hetschermühle

Im Saarland waren im Verlaufe des letzten Jahrhunderts aus ca. 17 Minutenfeldern (ca. 1×2 km große Rasterflächen) Funde dieser hübschen Orchideenart bekannt geworden. Intensive Nachsuchen durch mehrere Botaniker und Naturfreunde an den bekannten alten Fundstellen im Moselgau, im Niedgau und am Wolferskopf, sowie in den südöstlichen Muschelkalkgebieten des Saarlandes sind in den vergangenen Jahren jedoch erfolglos geblieben, so dass die Art aktuell als verschollen galt.

Ende Mai entdeckten nun Wanderer im Bereich der Hetschermühle bei Eimersdorf drei Exemplare des Roten Waldvögleins an einem wenig genutzten Waldweg.

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Nachtrag zu: Wiederfunde verschollen geglaubter Arten im mittleren Saarland vom Mai 2006 Drosera rotundifolia, Lycopodiella inundata und Neufund von Pinguicula sp. für das Saargebiet

Nachtrag zu dem Bericht vom 03. Mai 2006. – Ende Mai 2006 waren die Pflanzen am blühen und konnten als Pinguicula vulgaris (Gewöhnliches Fettkraut) bestimmt werden.

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Asplenium (Phyllitis) scolopendrium (L.) Newm. Neufund für das südwestliche Saarland

Auf dem Blatt 6706 (Minutenfeld 415) Ludweiler im Völklinger Stadtteil Geislautern wurde die Hirschzunge Asplenium (Phyllitis) scolopendrium gefunden.

Der kleine, aber vitale und fertile Bestand siedelt in den Fugen eines mit Sandsteinen verkleideten Bahndurchlasses über der Straße Im Bruch. Er beschränkt sich auf die nordwest-exponierte Seite, die zudem durch die vorgemauerte Abböschung vor Sonneneinstrahlung geschützt ist (siehe Übersichtsabbildung). Im daneben sowie davor und dahinter fließenden Eberbach, dessen Bachbett in diesem Bereich ebenfalls senkrecht abgemauert ist,

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